Schön, dass das Gästebuch wieder aktiv ist. Hoffentlich dauert’s diesmal länger.... ;-)
Am 20.01. war Wolfgang Niedecken bei Radio 21 und in dieser Sendung wurden insgesamt 5 Stücke vom neuen Album gespielt: Wann immer du nit wigger weiß, Unger Krahnebäume, Sulang du spills, Unger Linde en Berlin und eine Akustik-Live-Version von Jedanke em Treibsand.
Nach dem für mich etwas zu locker, flockig klingenden letzten Album „Aff un zo“, fand ich die neuen Stücke allesamt genial. Schnörkelloser Rock. Schöne, melodiöse Songs mit tollen Arrangements in Szene gesetzt.
„Wann immer du nit wigger weiß“ könnte eine typische BAP-Nummer ihrer rockigen 80er Jahre sein: Strophen im Midtempo gehalten und dann der hochmelodiöse, knallende Refrain. Dominierender Bass.
„Unger Krähenbäume“ ist eine schnelle Nummer mit einem genialen Refrain. Endlich wieder so ein Kracher von BAP a la „Südstadt, verzäll nix“. Erinnert mich stellenweise an Golden Earing. Ganz besonders der Schluss des Liedes, wie der Anfang von „Radar Love“.
Schon erstaunlich, dass es „Sulang du spills“ nicht aufs Album geschafft hat. Denn das Lied ist eine sehr schöne Ballade: Klavierbegleitung, jaulende Gitarren im Hintergrund, Hammond-Orgel, „Männer-Chor-Gesang. Zum Mitsingen schön.
„Unger Linde en Berlin“ ist behutsam trabender Windmaschinenrock. Ordentlich verschiedene, aber nicht aufdringliche Gitarren, Klick-Snare-Begleitung. Man meint geradezu noch einmal einen Blick aus dem Fenster des die DDR verlassenden Busses zu werfen. Text und Musik passen einfach genial zusammen!
„Jedanke em Treibsand“ wurde von Wolfgang Niedecken live vorgetragen. Endlich wieder so ein Gänsehauttext von ihm!
Bei den Songs überzeugen die rockigen, puristischen Arrangements. Ohne Schnörkel. Keine überladenen, bombastischen Produktionen. Keine Blechbläser. Aber gerade deswegen alles sehr interessant in Szene gesetzt. Weniger ist mehr! Man hört Akustikgitarren, jaulende und röhrende E-Gitarren, sehr schöne Klavierarrangements, Hammondorgel, Grooviger Bass, mal knallendes, mal dezentes Schlagzeug und auf „Unger Linde en Berlin“ sogar Blues-Harps. Einfach Rock! Toll!
Die neue Scheibe ist meine!
Wir sehen uns in Pahlen.
Tschüß |